Flath: Mehr Holzfeuerungsanlagen für Kommunen und Unternehmen

Umweltminister eröffnet Biomasse-Workshop in Großenhain

Der energetischen Nutzung der Biomasse gehört die Zukunft, so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath am 4. Oktober in Großenhain. Schwerpunkt des ersten sächsischen Biomasse-Workshops war der Einsatz von großen Holzfeuerungsanlagen einschließlich Finanzierung und Brennholzbeschaffung. Flath forderte Kommunen und Unternehmen auf, diese umweltfreundliche Heizungsart stärker zu nutzen und bestehende Anlagen dafür umzurüsten. Unter den erneuerbaren Energien habe Biomasse das größte Potenzial. Derzeit gibt es in Sachsen lediglich einige wenige große Holzfeuerungsanlagen. In einer Studie wurden erfolgversprechende Standorte für Holzfeuerungsanlagen untersucht. Danach könnten über 100 Anlagen mit mehr als 200 Megawatt Feuerungsleistung neu errichtet werden.

Bisher werden Holzheizungsanlagen im Freistaat vor allem von privaten Haushalten genutzt. Dabei sind Biomasseanlagen besonders wirtschaftlich an Standorten mit bestehenden Heizzentralen oder Heizwerken. Notwendig ist dafür die Installation eines Grundlastkessels. Dieser kann neben der Wärme ohne große Mehrkosten gleichzeitig Strom erzeugen, der über das Erneuerbare-Energien-Gesetz abgenommen wird. Um den Anteil von Strom aus Biomasse zu erhöhen, hat sich Sachsen bereits auf Bundesebene für eine höhere Einspeisevergütung eingesetzt.

Der Biomasse-Workshop ist Teil der "Europäischen Biomasse-Tage der Regionen" vom 28. September bis 5. Oktober. Ziel dieser europaweiten Aktion ist die öffentlichkeitswirksame Darstellung der energetischen Nutzung von Biomasse. Schirmherrin der Aktion ist die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Frau Loyola de Palacio del Valle-Lersundi. Weitere Veranstaltungstermine für Sachsen sind: 17.10. Augustusburg (LKrs. Freiberg), 24.10. Legenfeld (Vogtlandkreis), 7.11. Dippoldiswalde, 21.11. Bautzen.

(Pressemitteilung des SMUL)

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