Die KfW-Förderprogramme 2006

Von Jochen Dietrich

1,4 Mrd. Euro Subventionen pro Jahr für die Gebäudesanierung, darauf einigte sich die neue Bundesregierung in den Koalitionsverhandlungen. Erste Schritte zur Umsetzung dieses Programms ist jetzt die bundeseigene KfW-Förderbank gegangen. Sie hat die Bedingungen für ihre Förderprogramme verbessert.

Programm: Wohnraum Modernisieren „Standard“ und „Öko-Plus“

Für die ganz normale, herkömmliche Renovierung, zum Beispiel die Erneuerung von Fußböden und Balkonen oder die Modernisierung von Badezimmer und Gäste-WC, stehen Kredite des Programms „Wohnraum Modernisieren“ zur Verfügung.

Wer neben der schlichten Sanierung noch etwas für Umwelt und Klima tun will, kann auf die Programmvariante „Öko-Plus“ zurückgreifen. Damit werden Maßnahmen zur Wärmedämmung sowie die Erneuerung der Heizung unterstützt. Erstmalig wird auch der Austausch von Fenstern mit diesem Programm gefördert.

Der Zinssatz für die Standardvariante des Programms „Wohnraum Modernisieren“ wurde zum 1. Februar um knapp einen halben Prozentpunkt gesenkt und liegt jetzt bei 3,32 Prozent (bisher: 3,79 Prozent). Die Zinssätze sind Stand März 2006. Die angegebenen Zinsen gelten für Kredite mit 20 Jahren Laufzeit und zehnjähriger Zinsbindung.
Deutlich höher ist die Zinssenkung für das Öko-Plus-Programm mit einem aktuellen Zinssatz von 2,02 Prozent (bisher: 3,37 Prozent).

Programm: CO2-Gebäudesanierung

Nicht Einzelmaßnahmen, sondern ganze Modernisierungspakete werden mit dem Programm „CO2-Gebäudesanierung“ gefördert. Fenstererneuerung plus Dämmung von Dach und Kellerdecke, neue Heizung plus Dämmung von Wand und Dach, mindestens 40 kg CO2-Einsparung pro Quadratmeter müssen die Kombinationen bringen, damit sie förderwürdig sind.
Der Förderhöchstbetrag beläuft sich auf 50.000 Euro, bisher waren es 250 Euro pro Quadratmeter.

Für diese umfassende ökologische Erneuerung ist der Zinssatz mit einem Prozent unschlagbar günstig (bisher: 1,81 Prozent).
Altbaufassade; Rechte WDR (TV-Bild)

Programm: Ökologisch bauen

Gefördert wird auch weiterhin der Bau von Häusern, die nur wenig Energie benötigen. Für den Bau eines Passivhauses oder eines Energiesparhauses 40, d.h. eines Gebäudes, das nicht mehr als 40 Kilowattstunden Energie pro Jahr verbraucht, gibt es ebenso einen günstigen Kredit wie für das Energiesparhaus 60.

Sehr unterschiedlich sind jedoch die Zinssätze. Für das Passivhaus ist der Zinssatz um zwei Prozentpunkte gesunken und liegt aktuell bei lediglich einem Prozent (bisher: 3 Prozent). Für das Energiesparhaus 60 beträgt er 2,54 Prozent (bisher: 3,42 Prozent). Der Förderhöchstbetrag wird von 30.000 auf 50.000 Euro erhöht.
Ein weiterer Anreiz: Die Kredite der KfW-Förderprogramme können sowohl einzeln genutzt als auch miteinander kombiniert werden.

Anträge und weitere Informationen zu den KfW-Förderprogrammen gibt es bei Banken und Sparkassen sowie im Internet unter www.kfw.de.

Dieser Text gibt den Inhalt des Beitrags der Sendung
ARD Ratgeber Bauen und Wohnen vom 5. März 2006 wieder.
Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

– Alle Angaben ohne Gewähr –

Quelle: ARD Ratgeber Bauen & Wohnen - 05.03.06: Die KfW-Förderprogramme 2006
http://www.wdr.de/tv/ardbauen/archiv/060305_4.phtml

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