Alle reden übers Klima Altenberg tut was
Die Bergstadt spielt in der Solarbundesliga im guten Mittelfeld mit
Von Dietrich Papsch
Anlässlich der Meisterfeier am 30. Juni 2003 in Freiburg i. Breisgau wurden die Sieger der 3. Deutschen Meisterschaft der Solarbundesliga 2003 gekürt. Altenberg ist im guten Mittelfeld gelandet.
Die Altenberger, die seit Auflage der Solarbundesliga vor drei Jahren mitspielen, rangieren zwar bundesweit nicht im Vorderfeld. Dort dominieren vor allem Kommunen Baden-Württembergs und Bayerns. Aber immerhin liegen die Bergstädter unter den über 500 Mitspielstädten in der Bundesrepublik in diesem Jahr an 183. Stelle. Bei solarthermischen Anlagen kommen sie auf den 122., bei Photo-Voltaik-Anlagen auf den 298. Platz.
Bezogen auf den Freistaat dagegen mischt die Bergstadt weiter im Vorderfeld mit. So wurde in der Gesamtbilanz der 4. Platz hinter Oederan, Käbschütztal und Freiberg verteidigt und bei Photo-Voltaik-Anlagen nimmt Altenberg den zweiten Platz hinter Freiberg ein.
Die Wertung erfolgt bundesweit nach einem einheitlichen Punktesystem, bei dem je drei Watt pro Einwohner installierte Leistung bei den Photo-Voltaik-Anlagen und je 0,01 Quadratmeter pro Einwohner installierte Fläche (Solarthermie-Anlagen) jeweils einen Punkt bringen. Aller sechs Monate wird aktualisiert und gemeldet.
Jeder, der bei der Solarbundesliga mitmacht, bekommt eine Urkunde. Vor kurzem erhielt der Energie-Tisch Altenberg von den Verantwortlichen für die Bundesliga diese Urkunde überreicht. Die Mitglieder des Energie-Stammtisches kümmern sich im Rahmen ihrer Tätigkeit um die Registrierung und ständige Aktualisierung der erforderlichen Daten. Inzwischen übergaben sie die Urkunde an den Altenberger Bürgermeister Thomas Kirsten. Das Dokument soll einen würdigen Platz im Rathaus finden.
Sieben Punkte sind jetzt auf dem Konto der Stadt. Demnächst werden es mehr sein, denn nach dem 30.Juni 2003 sind erneut drei Anlagen in Betrieb gegangen, darunter die mit 2,5 kWpeak zweitgrößte Photo-Voltaik-Anlage nach dem Gymnasium von Andreas Schubert in Schellerhau. Derzeit sind in der Kernstadt und in sechs Ortsteilen über 35 Anlagen in Betrieb, die mit insgesamt 520 Quadratmetern Solarkollektoren und Solarmodulen jährlich rund 20 Megawattstunden Strom und 50 Megawatt Wärme erzeugen. Außer der Einsparung von Strom- und Heizkosten bleiben der Umwelt dadurch jährlich rund 40 Tonnen CO 2 -Emissionen erspart.
Das vor allem ist Altenbergs aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Alle reden derzeit über das Klima. Die Altenberger tun was.
Sächsische Zeitung 15. August 2003
Foto: Andreas Warschau
