Solarenergie soll noch populärer werden
Energietisch Altenberg untersucht PotenzialSeit 2002 erhalten der Weißeritzkreis und der Landkreis Sächsische Schweiz Fördermittel vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft aus dem Programm "Regionen Aktiv". Die SZ hörte sich beim Altenberger Energietisch um, der seit November eine Solarstudie für die beiden Landkreise erstellt.
Von Maik Brückner, Sächsische Zeitung
An der erneuerbaren Energie geht in Zukunft kein Weg vorbei. Davon ist Dietrich Papsch fest überzeugt. Der Schellerhauer hat gleich zwei Fotovoltaikanlagen stehen, mit denen er Sonnenenergie zu Strom umwandelt.
Diesem Beispiel sollen noch mehr Altenberger und Bewohner des Weißeritzkreises folgen. Dieses Anliegen verfolgt der Ingenieur nun schon seit dem März 2000, als er mit Handwerkern, Ingenieurbüros und verschiedenen Umweltverbänden den Altenberger Energietisch gründete. Diese Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, eine breite Öffentlichkeit über "vorhandene Energiesparpotenziale" aufzuklären und über die Vorteile von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien zu informieren, erläutert Papsch, der gleichzeitig Sprecher der Initiative ist.
Prestigeobjekt steht auf dem Gymnasiums-Dach
Bisher haben die Mitglieder des Energietisches 40 bis 50 Altenberger und Einwohner der Ortsteile von den Vorzügen überzeugen können. Papschs Prestigeobjekt ist die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Altenberger Gymnasiums.
Ein neuer Schub für die regenerative Energie soll nun von einer Studie ausgehen, an der Andreas Warschau, Mitarbeiter des Altenberger Energietisches, seit November 2003 arbeitet. Finanziert wird diese Solarstudie mit dem Namen "Solarenergie vom Windberg bis zum Großen Winterberg" über das Programm "Regionen Aktiv", das vom Bundesministerium für Verbraucherschutz. Ernährung und Landwirtschaft und den Landkreisen Weißeritz und Sächsische Schweiz gefördert wird.
Andreas Warschau soll herausfinden, welches Potenzial beide Landkreise auf dem Gebiet der Solarenergie haben. Um die Frage ausreichend beantworten zu können, sammelte der 39-Jährige in den letzten Wochen jede Menge Daten, unter anderem zum Wetter und zur Sonnenstrahlung.Damit die Studie auch zu einer Handreichung wird, wird der 39-Jährige Kontakt zu Handwerkern aufnehmen. Mit Hilfe eines Fragebogens möchte er herausfinden, wie gut sie sich mit dem Thema Solarenergie auskennen, welche Erfahrungen sie damit gemacht haben und ob sie Möglichkeiten haben, sich auf diesem Gebiet weiter zu bilden. Nach seinen Recherchen sind die Angebote im Vergleich zu westlichen Bundesländern »nicht ausreichend".
Infoabend morgen im Altenberger Rathaus
Ende Juli soll die Solarstudie fertig sein. Damit bekommen die beiden Landkreise einen Leitfaden. Im Ergebnis der Studie sollen auch Finanzierungsfragen erörtert werden, erläutert Andreas Warschau, der morgen Abend in Altenberg einen Überblick über seine Studie geben will. Zwei andere Experten werden die interessierten Gäste von den Vorzügen der Sonnenenergie überzeugen.
